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Sprungklebung, auch hier ist Fingerspitzengefühl und Sorgfalt gefragt

Um feine Sprünge richtig zu kleben ist die Vorbereitung der Klebestellen enorm wichtig. Ein einfaches Vertrauen auf die Kapilarwirkung des Klebers ist gerade bei älteren Sprüngen zu wenig.


Folgende Arbeitsschritte können bei komplexen Bruchstrukturen nötig werden:

  1. Vorsichtiges entnehmen der Bruchstücke aus dem Bleinetz
  2. Gewissenhaftes Reinigen der Bruchkanten unter Berücksichtigung der auf den Gläsern befindlichen Malereistruktur
  3. Exaktes ausrichten der Glaskanten zu einander um Absätze zu vermeiden
  4. Vorsichtiges infiltrieren der Sprünge mit geeignetem Restaurierungskleber (z.B. Araldit) - UV-Kleber oder ähnliche, meist stark aushärtende Kleber sind hier nicht geeignet, da im Belastungsfall in der Regel das Glasstück nahe der Klebestelle bricht. In so einem Fall soll sich jedoch besser die Klebung wieder öffnen, anstatt dass erneut Originalsubstanz beschädigt wird
  5. Sorgfältiges Nachreinigen der Klebestelle, damit keine Kleberreste übrigbleiben welche im Laufe der Zeit unschön verschmutzen oder als Nährstoff für Mikroorganismen fungieren.
  6. Ggf. Retuschieren der Sprungkanten, falls nicht mit einem eingefärbten Kleber gearbeitet werden sollte.
  7. Rückführung des geklebten Glasstückes in den Bleinetzverbund.