Wirkung und Möglichkeiten unseres UV- und Lichtschutzes
Die Möglichkeiten des bisherigen Strahlungschutzes
Abdunkeln: Idealer UV- und IR-Schutz, jedoch keine Tageslichtnutzung, mit der daraus resultierenden, möglichen Gefahr einer Strahlungsschädigung durch Lichtquellen.
Schutzfolien: Je besser der UV-Schutz, desto schlechter wird die Lichtqualität durch Verfärbungen und Absorbtionen. Diese Folien altern in der Regel relativ schnell.
Verbundsicherheitsgläser: Der UV-Schutz aller bisher handelsüblichen Verbundgläser mit PVB-Folien führt zu keinem fotochemisch optimal wirksamen Strahlungsschutz für empfindliche Materialien. Die Folien in diesen Gläsern absorbieren hochenergetische materialschädigende Strahlung im Neuzustand nur bis ca. 355 nm für 0,38 mm Folie oder bei besonders starken Folien von 1,52 mm bis ca. 385 nm. Mit der Alterung der Folie verschlechtert sich dieser Wert kontinuierlich durch Abbau der strahlungsabsorbierenden chemischen Beimischungen.
Durchgängiger Schutz durch dotierte PVB-Folie
Bei unseren objektspezifisch abgestimmten Sonder-Strahlungsschutzgläsern kann der kurzwellige Strahlungsschutz bis ca. 420 nm mit 1% spektraler Transmission sichergestellt werden. Und zwar nicht als integrativer Wert über einen größeren Strahlungsbereich, sondern als definierter Punkt im
Spektrum.
Unterhalb dieses Wertes sinkt die Transmission bei unserem speziellen Museumsglas innerhalb weniger nm auf 0%! Diese Werte werden bei einem Farbwiedergabewert von bis zu 99,8% (im Abhängigkeit der UV-Kante) erreicht.
Zusätzlicher Infrarot- und sommerlicher Wärmeschutz
Ab ca. 850/900 nm kann ein zusätzlicher IR-Schutz mit einer Minderung der Resttransmission von 90%, ab 1.200 nm bis 100% eingesetzt werden.
Durch die Reduzierung der IR-Transmission wird auch das Schadenspotential durch eine übermäßige Erwärmung des Objektes durch die Absorbtion der Strahlungswärme verhindert.
Freie Glasartwahl
Ein entscheidender Vorteil unserer Sonder-UV-Schutzgläser ist, dass Sie die völlige Wahlfreiheit der Basisgläser haben.
Ob Sie ein entspiegeltes Glas des Herstellers "X" oder ein Weißglas des Herstellers "Y" mit unserern Filtern kombinieren wollen spielt keine Rolle und wird alleine von den Notwendigkeiten des Objektes, dem Budget und der Verfügbarkeit bestimmt.
Folgende Gläser wurden bereits mit unseren Filterstrukturen kombiniert:
- Floatglas
- Floatglas thermischbewegt
- Luxar®, ein entspiegeltes Weißglas der Firma Trösch
- verschiedene Schott Produkte
- Lamberts mundgeblasene Gläser
Unsere Standardglasliste senden wir Ihnen gerne zu, bitte kontaktieren Sie uns.
Optionaler Insektenschutz
Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass bei Erweiterung der Bande auf 430 nm durch unser Schutzglas ein Insektenschutz für Leuchtengläser oder Fenster erreicht werden kann. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.
Minderung sichtbarer Strahlung und Graufilterung
Sollte auch eine Reduzierung der Strahlung im sichtbaren Bereich des Spektrums zur Minderung von Beleuchtungsstärken (z.B. 50 Lux) notwendig sein, kann zusätzlich ein auf die Farbwiedergabe abgestimmter Graufi lter, bis zu acht Banden, eingesetzt werden. Diese Filterung ist ohne Veränderung der Reflektionseigenschaften des Glases erreichbar.
Hier können Sie mehr über eine von uns ausgeführte UV- und IR-Schutzverglasung als klassische Außenschutzverglasung eines Kirchenfensters erfahren.
Muß es immer UV++ Schutzglas sein?
Nein!
Denn wie auch bei der Frage Schutzverglasung oder Schutzgitter liegt uns bei der Suche nach dem optimalem UV-Schutz vor allem das Objekt am Herzen und wir nehmen uns angedenk unserer Restaurierungsethik die Freiheit auch Lösungen außerhalb des Glases zu finden, wenn diese sinnvoller sind.
So sollte z.B. in St. Ulrich und Afra in Augsburg neben unseren UV++ Gläsern in Teilbereichen Lichtschutzstoff Verosol 816 eingesetzt werden.
Dieser hatte serienmäßig ca. 23% Transmisson! Da die Gläser der Bleiverglasung die Transmission von UV-Strahlung ab ca. 320 nm nahezu ungehindert zulassen hätte der serienmäßige Lichtschutzvorhang gerade die gefährliche kurzwellige UV-Strahlung noch zu 22-23 % durchgelassen!
Wenn man dies nun mit den bekannten Ergebnissen von Hilbert und Judd verknüpft bliebe mit dem Vorhang immer noch ein relativer Schädigungsfaktor von 31 bei 365 nm!
Um auch in diesem Breich einen 100%tigen UV-Schutz zu erzielen ersannen wir eine Kombination aus dem Stoff und einer speziellen UV++-Schutzfolie deren Filterkante mit 1% Transmission bei 390 nm liegt um so einen maximalen Schutz zu erreichen.
In Kürze verfügen wir über eine weiterentwickelte Folie bei der die 1% Kante bei 400 nm liegen wird.











